Welches Motoröl für welchen Motor im Astra G ?
Grundsätzlich gelten die Anforderungen laut Opel/GM die auch in der Betriebsanleitung zu finden sind.
Grob zusammengefasst:
Alle Öle mit den folgenden Spezifikationen sind geeignet:
0W-40 ACEA A3/B3/B4/C3
5W-40 ACEA A3/B3/B4
5W-30 ACEA A3/B3/B4/C3
10W-40 ACEA A3/B3/B4 (nicht für alle Motoren geeignet)
Hier 3 Beispiele:
Diese Öle verwende ich seit Jahren. Sebstverständlich gibt es eine Vielzahl an passenden anderen Motorölen/Motorölmarken. Grundsätzlich sollte man sich an der GM LL-A/B-025 Norm orientieren und der Viskositätseinstufung (0W-40, 5W-30, ...)
Mobil1 0W-40 --> passt ausnahmslos für alle Opel Benzin (GM LL-A-025) & Diesel (GM LL-B-025) Motoren die im Astra G ab Werk verbaut wurden.
Motul 8100 5W-40 --> passt ebenfalls für alle Opel Benzin & Diesel (GM LL-B-025) Motoren die im Astra G ab Werk verbaut wurden. Ausnahme: Z20LET
Motul 5W-30 Specific GM LL A/B-025 --> passt ausnahmslos für alle Opel Benzin (GM LL-A-025) & Diesel (GM LL-B-025) Motoren die im Astra G ab Werk verbaut wurden. Würde ich jedoch nicht für leistungsgesteigerte Benziner empfehlen.
Motoröle mit den Viskositätsklassen 10w-60 oder 5W-50 sind für den Normalgebrauch nur eingeschränkt zu empfehlen. Diese Öle können im Renneinsatz und bei stark leistungsgesteigerten Motoren sinnvoll sein, sind jedoch eher weniger für den normalen Straßeneinsatz zu empfehlen. Diese Öle verfügen auch über keine Opel/GM Freigabe.
Grundlegendes:
Alle Motoröle sind untereinander mischbar! Jedoch wenn möglich immer auf die richtige Norm achten. Beim Ölnachfüllen / Auffüllen kann auch ein "falsches" Motoröl einmalig verwendet werden. (zB ein 10w-40 statt einem 5w-30)
Vollsynthetische Öle sind immer zu empfehlen. Diese Öle sind im kalten Zustand fließfähiger und erreichen die zu schmierenden Stellen schneller. Außerdem halten sie den Motor sauberer und freier von Ablagerungen.
Hier noch einige FAQs die Google ausspuckt:
Was bedeutet eigentlich SAE ?
"SAE" steht für die Vereinigung amerikanischer Autoingenieure (Society of Automotive Engineers), und die beurteilt die Fließeigenschaft (Viskosität) von Motorenölen. SAE ist ein Institut in den USA, das Prüfungen durchführt und Normen für Motorenöle festlegt. Motorenöle sind in SAE-Klassen eingeteilt, z.B. 0W, 10W, 15W, 20W, 20, 30, 40, 50.
(Bei der Viskosität gilt: grössere Zahlen = zähflüssiger,
und kleinere Zahlen = dünnflüssiger.)
Die erste Zahl, z.B. die 0 oder 10, zeigt, wie flüssig das Öl bei Kälte ist (W=Winter): je niedriger der Wert, desto dünnflüssiger das Öl. Um so schneller verteilt es sich bei Kaltstarts im Motor und schützt ihn vor Verschleiß. Die zweite Zahl, z.B. 30 oder 40, bezieht sich auf die Fließfähigkeit bei Hitze. Auch hier gilt, je niedriger, desto leichter läuft der Motor, jedoch umso höher dieser Wert ist, um so höher ist der Schmierfilm belastbar.
Einbereichs - Motorenöle – sind Öle, die eine SAE-Klasse erfüllen.
Mehrbereichs - Motorenöle - sind Öle, die mindestens zwei SAE-Klassen erfüllen.
Alle Öle die mehrere Viskositätsklassen überdecken, tragen zusätzlich ein W (wie Winter) dazwischen.
Für die Schmierung von Kraftfahrzeugen werden heute Ganzjahresöle verwendet z.B. SAE 5W-30, SAE 10W-40, SAE 15W-40 usw. Es handelt sich dabei um Mehrbereichsöle, die mehrere Viskositätsklassen überdecken und für den Winter- und Sommerbetrieb geeignet sind. Somit wird ein jahreszeitlicher Ölwechsel vermieden.
0W
Die Fließeigenschaften des Öls im Winter (W).
Je niedriger die erste Zahl (0), desto besser ist die Fließfähigkeit des Motorenöls bei Kälte. Je schneller das Öl den Motor durchölt, desto niedriger ist der Verschleiß. Die Bezugstemperaturen liegen - abhängig von der SAE-Klasse - bei -5°C bis -30°C.
30
Die zweite Zahl z.B. 30 oder 40 beschreibt die Fließeigenschaften des Öls im oberen Temperaturbereich. Der Ölfilm bleibt auch bei hohen Temperaturen im Motor stabil und reißt nicht ab. Umso höher dieser Wert ist, um so höher ist der Schmierfilm belastbar! Die Bezugstemperatur ist hier 100°C, obwohl im Motor wesentlich höhere Öltemperaturen auftreten können.
Mineralöle altern oberhalb 150°C stark, was einen öfteren Ölwechsel zur folge hat.
Synthetische Öle halten Temperaturen bis zu 300°C aus.
API.... Was ist das?
Das API - "American Petroleum Institute" spezifiziert die Qualität des Öls.
Die API legt die Klassifizierung aufgrund der Betriebsbedingungen der Motoren, getrennt nach Otto- und Dieselmotoren fest. Damit bestimmen die Motorenhersteller motorenseitig und die Ölgesellschaften schmierstoffseitig die erforderliche bzw. die gebotene Klasse.
Die Bezeichnung API ist auf jedem Motorenölgebinde zu finden.
Der erste Buchstabe ist immer ein S oder C.
API S - Steht für Ottomotoren (Service-Klassen auch Spark Ignition)
API C - Steht für Dieselmotoren (Commercial-Klassen auch Compression Igniton)
Der zweite Buchstabe steht für die Klasse (Qualität). Je höher der Buchstabe im Alphabet,
je besser die Qualität. Die derzeit höchsten API Spezifikationen sind SJ / CE
Die Klassen sind wie folgt Definiert:
Ottomotorenöle API-Klassifikation
SA - Regular-Motoröle evtl. mit Pourdepressant und/oder Antischaummittel
SB - Motoröl für niedrig beanspruchte Otto-Motoren mit Wirkstoffen gegen Alterung, Korrosion und Verschleiss
SC - Motoröl für mittelbelastete Otto-Motoren wie SB plus Wirkstoffen gegen Verkokung
SD - Motoröl für schwere Betriebsbedingungen bei Otto-Motoren (von 1968 bis 1971)
SE - Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren (von 1971 bis 1972)
SF - Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren wie SE + verbessertem Veschleissschutz und Schlammtragevermögen
SG - Motoröl für höchste Anforderungen wie SF + Schutz gegen (Schwarz-)Schlammbildung
SH - Motoröl für höchste Anforderungen (ab 1993) wie SG + zusätzlich Anforderungen HTHS und Verdampfungsverlust
(HTHS = High Temperatur High Shear / Hochtemperaturviskosität)
Dieselmotorenöle
API CC - Motorenöle für geringe Beanspruchungen
API CD - Motorenöle für hohe Beanspruchungen, turbogetestet
API CE - Motorenöle für höchste Beanspruchungen, turbogetestet
API CF-4 - Motorenöle der Klasse CE mit geringem Anteil an metallorganischen Additiven und höheren Anforderungen in Bezug auf Ölverbrauch und Ablagerungen an Kolben.



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